Dankbarkeit und Wertschätzung als Werkzeug für Deine innere Stärke
- Christopher Salmi
- 27. Jan.
- 12 Min. Lesezeit
Dankbarkeit und Wertschätzung – das klingt für viele erst einmal nach einem weichen Thema. Aber in Wirklichkeit sind das zwei der kraftvollsten Haltungen, die Du trainieren kannst, um Dein emotionales Fundament zu betonieren. Wenn Du sie bewusst in Deinen Alltag integrierst, veränderst Du aktiv die Chemie in Deinem Gehirn, fährst Stress runter und hebst Dein allgemeines Wohlbefinden. Und das nachhaltig.
Wie Dankbarkeit Dein emotionales Fundament stärkt
Stell Dir vor, Du gehst durch stressige Meetings oder private Turbulenzen mit einer spürbaren inneren Ruhe. Genau das ist möglich, wenn Du auf einem soliden emotionalen Fundament stehst. Dankbarkeit und Wertschätzung sind dafür die entscheidenden Werkzeuge – weit mehr als nur nette Gedanken. Sie sind handfeste, trainierbare Fähigkeiten, die direkt auf Deine Neurobiologie und Deine Wahrnehmung der Welt einwirken.
Jedes Mal, wenn Du aufrichtig Dankbarkeit empfindest, passiert in Deinem Gehirn etwas Bemerkenswertes: Die Aktivität in Stress- und Angstzentren wie der Amygdala wird gedrosselt. Gleichzeitig kurbelt diese Haltung die Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin an. Das sind genau die Botenstoffe, die für Gefühle von Zufriedenheit und Glück zuständig sind.
Die biochemische Wirkung von Dankbarkeit
Du veränderst durch diese biochemische Verschiebung also buchstäblich Deine innere Landschaft. Anstatt Dich von äußeren Stressfaktoren überrollen zu lassen, baust Du Dir einen inneren Puffer auf, der Dir gelassenere Reaktionen ermöglicht.
Stressreduktion: Dankbarkeit senkt nachweislich den Spiegel des Stresshormons Cortisol. Das Ergebnis ist mehr innere Ruhe und Klarheit, selbst wenn es mal hoch hergeht.
Fokusverschiebung: Dein Gehirn lernt, den Blick auf das zu richten, was gut ist und funktioniert, anstatt sich in Mängeln und Problemen zu verlieren.
Resilienzstärkung: Indem Du bewusst anerkennst, was in Deinem Leben positiv ist, baust Du eine mentale Stärke auf, die Dich widerstandsfähiger gegen Krisen und Rückschläge macht.
Diese Effekte sind keine reine Gefühlssache, sondern wissenschaftlich messbar. Dankbarkeit steigert also nicht nur Dein Wohlbefinden, sondern schärft auch Deine Fähigkeit, klare Entscheidungen zu treffen und authentische Beziehungen zu führen.
Was uns wirklich dankbar macht
Wofür sind die meisten Menschen also wirklich dankbar? Eine Umfrage von Statista vom September 2023 mit 1.299 Teilnehmenden aus Deutschland liefert eine klare Antwort: Es sind die fundamentalen Säulen des Lebens. Familie und Gesundheit stehen ganz oben auf der Liste.

Diese Ergebnisse zeigen, wie sehr Dankbarkeit mit dem verknüpft ist, was uns im Kern Halt gibt. Es geht um das, was wirklich zählt. Wissenschaftliche Studien untermauern das: Wer regelmäßig Dankbarkeit praktiziert, berichtet von einer höheren Lebenszufriedenheit, mehr positiven Gefühlen und gleichzeitig weniger negativen Emotionen.
Eine gezielte Dankbarkeitspraxis ist somit der erste, entscheidende Schritt zu mehr Selbstführung und emotionaler Souveränität.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Aspekte von Dankbarkeit zusammen und zeigt, wie Du sie konkret im Alltag anwenden kannst.
Dankbarkeit im Überblick: Wirkung und Praxis
Bereich | Wissenschaftliche Wirkung | Praktisches Beispiel für den Alltag |
|---|---|---|
Psychisches Wohlbefinden | Steigert positive Emotionen (Glück, Zufriedenheit) und reduziert negative (Neid, Ärger). | Führe ein Dankbarkeitstagebuch: Notiere abends drei Dinge, für die Du heute dankbar warst. |
Stressregulation | Senkt den Cortisolspiegel und reduziert die Aktivität der Amygdala (Angstzentrum). | Mache in einer stressigen Situation eine 1-Minuten-Pause und denke an eine Person, für die Du dankbar bist. |
Beziehungen | Stärkt soziale Bindungen und fördert prosoziales Verhalten (Hilfsbereitschaft, Empathie). | Drücke Deine Wertschätzung direkt aus: Schreibe einem Freund eine Nachricht, warum Du ihn schätzt. |
Resilienz | Erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Rückschlägen und traumatischen Erlebnissen. | Wenn etwas schiefläuft, frage Dich: „Was kann ich aus dieser Situation lernen oder wofür bin ich trotzdem dankbar?“ |
Physische Gesundheit | Kann zu besserem Schlaf, niedrigerem Blutdruck und einem stärkeren Immunsystem beitragen. | Bedanke Dich vor dem Essen innerlich für die Nahrung und die Menschen, die sie ermöglicht haben. |
Diese Tabelle ist natürlich nur ein Anfang. Der entscheidende Punkt ist, dass Du die Haltung der Dankbarkeit aktiv in Dein Leben einlädst.
Dieser Einstieg soll Dir zeigen: Dankbarkeit ist kein passives Gefühl, sondern eine bewusste Entscheidung. Eine Entscheidung, mit der Du Dir die Kontrolle über Dein emotionales Erleben zurückholst und den Weg für tiefgreifende positive Veränderungen ebnest.
Deine praktischen Werkzeuge für mehr Dankbarkeit im Alltag
Theorie allein verändert nichts. Die eigentliche Transformation beginnt erst, wenn wir ins Tun kommen. Es geht darum, neue Haltungen nicht nur zu verstehen, sondern sie aktiv zu leben und im Alltag zu verankern. Hier bekommst Du ein paar sofort umsetzbare Methoden an die Hand, mit denen Du Dankbarkeit und Wertschätzung zu einer festen Gewohnheit machen kannst.
Die folgende Infografik zeigt schön, wie einfach und doch wirkungsvoll dieser Prozess ist. Du siehst, wie die Emotion Dankbarkeit direkt auf Dein Gehirn wirkt und Dein Stresslevel senkt.

Dankbarkeit ist eben nicht nur ein vages Gefühl. Es ist ein aktiver mentaler Prozess, der eine messbare, beruhigende Wirkung auf unser Stresssystem hat.
Das klassische Dankbarkeitstagebuch – neu gedacht
Ein Dankbarkeitstagebuch ist wohl die bekannteste Übung, aber oft wird sie nach ein paar Tagen zur lästigen Pflicht. Der Trick ist, es nicht als weiteren To-do-Punkt zu sehen, sondern als ein kraftvolles Ritual, das Deinen Fokus ganz gezielt auf das Positive lenkt. Nimm Dir jeden Abend nur fünf Minuten Zeit und notiere drei bis fünf Dinge, für die Du heute dankbar warst.
Entscheidend ist dabei die Qualität, nicht die Menge. Statt nur „meine Familie“ aufzuschreiben, werde konkret: „Ich bin dankbar für das Lachen meines Partners, als ich ihm heute von meinem chaotischen Tag erzählt habe.“ Diese Detailtiefe verankert das positive Gefühl viel stärker im Gehirn.
Studien untermauern die Wirksamkeit eindrucksvoll. Regelmäßiges Führen eines Dankbarkeitstagebuchs kann das Glücksempfinden um bis zu 25 Prozent steigern und die Schlafqualität spürbar verbessern.
Die Drei-Gute-Dinge-Methode für schnelle Erfolge
Eine wissenschaftlich gut untersuchte und extrem effektive Variante des Tagebuchs ist die „Drei-gute-Dinge“-Übung von Martin Seligman, einem Pionier der Positiven Psychologie. Der Ansatz ist simpel, aber hochwirksam, um Dein Gehirn systematisch auf Positives zu trainieren.
Nimm Dir jeden Abend kurz Zeit und beantworte schriftlich diese beiden Fragen für drei Dinge, die an diesem Tag gut gelaufen sind:
Was war das gute Ereignis? (z. B. „Ein Kollege hat mir unerwartet einen Kaffee mitgebracht.“)
Warum ist dieses gute Ereignis passiert? (z. B. „Weil er meine Arbeit schätzt und wir ein gutes Verhältnis haben.“)
Indem Du Dich fragst, warum etwas Gutes passiert ist, stärkst Du das Gefühl der Wertschätzung. Du erkennst Deinen eigenen Anteil daran oder die positiven Beziehungen in Deinem Leben. So trainierst Du Dein Gehirn, aktiv nach positiven Mustern zu suchen, anstatt im Problemfokus zu verharren.
Dankbarkeits-Spaziergänge als Achtsamkeitsübung
Eine wunderbare Möglichkeit, Dankbarkeit mit Bewegung und Achtsamkeit zu verbinden, ist ein Dankbarkeits-Spaziergang. Statt mit Kopfhörern durch den Park zu hetzen, gehst Du bewusst langsam und nimmst Deine Umgebung mit allen Sinnen wahr. Dein einziges Ziel: aktiv nach Dingen zu suchen, für die Du genau in diesem Moment dankbar sein kannst.
Vielleicht ist es die Wärme der Sonne auf Deiner Haut.
Das Spiel der Blätter im Wind.
Oder einfach die Tatsache, dass Deine Beine Dich tragen.
Diese Übung holt Dich sofort aus dem Kopfkino und Grübelschleifen heraus. Sie verankert Dich im Hier und Jetzt und schärft Deine Wahrnehmung für die kleinen, oft übersehenen Wunder des Alltags. Wenn Du tiefer einsteigen möchtest, wie Achtsamkeit Dir auch im beruflichen Kontext helfen kann, findest Du in unserem Artikel über Achtsamkeit im Business wertvolle Impulse.
Wertschätzung als Treiber für Leistung und Motivation im Team
Wertschätzung ist keine weiche Sozialkompetenz, sondern ein harter, messbarer Faktor für höhere Motivation, Loyalität und Teamleistung. Gerade im beruflichen Umfeld entfaltet sie eine enorme Kraft, die weit über ein einfaches „gut gemacht“ hinausgeht. Authentisch gelebte Wertschätzung schafft psychologische Sicherheit – das ist die eigentliche Grundlage, auf der Teams zur Höchstleistung fähig sind.

In einem solchen Klima trauen sich Mitarbeitende, Ideen zu äußern, konstruktiv Kritik zu üben und auch mal kalkulierte Risiken einzugehen. Innovation und offene Kommunikation werden zur Selbstverständlichkeit, weil niemand Angst vor negativen Konsequenzen haben muss.
Mehr als nur loben
Der Unterschied zwischen pauschalem Lob und echter Wertschätzung ist entscheidend. Ein schnelles „Toller Job!“ ist nett, verpufft aber fast sofort. Echte Wertschätzung ist etwas anderes. Sie ist immer spezifisch, ehrlich und zeitnah. Sie hebt ganz konkrete Verhaltensweisen und deren positiven Einfluss hervor.
Anstatt nur das Ergebnis zu würdigen, solltest Du die Anstrengung und den Prozess dahinter anerkennen. Das signalisiert Deinem Team, dass Du ihre Mühe und ihren Einsatz siehst – nicht nur die nackten Kennzahlen am Ende des Quartals.
Echte Wertschätzung zielt auf die Person und ihren Beitrag, nicht nur auf die erbrachte Leistung. Sie sagt: „Ich sehe Dich und was Du einbringst, und das ist wertvoll für uns alle.“
Dieser Ansatz hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Motivation. Mitarbeiter, die sich wirklich gesehen und anerkannt fühlen, entwickeln eine viel stärkere intrinsische Motivation. Sie leisten nicht mehr nur, um eine Anweisung zu befolgen, sondern weil sie sich als wichtigen Teil eines größeren Ganzen verstehen und ihre Arbeit als sinnvoll empfinden.
Die Wertschätzungslücke im Arbeitsalltag
Oft klafft eine Lücke zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und der tatsächlich erlebten Wertschätzung. Dieses Phänomen ist nicht auf den Arbeitsplatz beschränkt. Eine repräsentative Umfrage von Doctolib und dem DRK aus dem Jahr 2023 zeigt, dass 92 Prozent der Deutschen ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig finden, sich aber nur 24 Prozent regelmäßig engagieren. Interessant ist: Über 70 Prozent der Befragten fordern mehr Unterstützung und Wertschätzung von Politik und Arbeitgebern. Mehr über diese gesellschaftliche Wertschätzungslücke kannst Du in diesem Artikel von domradio.de nachlesen.
Diese „Wertschätzungslücke“ spiegelt sich oft 1:1 in Unternehmen wider. Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass ihr Engagement nicht gesehen wird, sinken Motivation und Bindung ans Unternehmen drastisch.
Wertschätzung als Führungswerkzeug konkret umsetzen
Wie kannst Du als Führungskraft Wertschätzung gezielt einsetzen? Hier sind drei konkrete, umsetzbare Impulse für Deinen Führungsalltag:
Anerkennung im Detail: Statt im Teammeeting pauschal „Danke an alle“ zu sagen, hebe eine spezifische Handlung eines Teammitglieds hervor. Zum Beispiel: „Ich möchte hervorheben, wie Anna proaktiv die Kundendaten analysiert hat. Ihre Erkenntnisse haben uns geholfen, ein kritisches Problem frühzeitig zu erkennen.“
Den Beitrag zum Ganzen verdeutlichen: Verbinde die individuelle Leistung mit dem übergeordneten Ziel. Zum Beispiel: „Thomas, deine sorgfältige Dokumentation mag wie eine kleine Aufgabe wirken, aber sie sichert die Qualität unseres gesamten Projekts und spart allen später enorm viel Zeit.“
Peer-to-Peer-Anerkennung fördern: Etabliere Rituale, in denen sich Teammitglieder gegenseitig Wertschätzung zeigen können. Das kann eine „Kudos-Ecke“ im wöchentlichen Meeting sein oder ein eigener Kanal im Team-Chat. Das stärkt den Zusammenhalt und entlastet Dich als Führungskraft.
Durch diese bewusste Praxis stärkst Du nicht nur Deine Führungsrolle, sondern beugst auch aktiv Burnout-Tendenzen vor und schaffst ein Umfeld, in dem Menschen ihr volles Potenzial entfalten wollen. Wenn Du Deine Führungsqualitäten weiter vertiefen möchtest: In unserem Beitrag, warum Führung bei dir selbst beginnt, findest Du wertvolle weiterführende Gedanken.
So durchbrichst Du mit Dankbarkeit den Stresskreislauf
Innere Unruhe, das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen, und Gedanken, die einfach nicht zur Ruhe kommen – das sind klare Anzeichen für einen überlasteten Stress-Autopiloten. Dein Nervensystem ist im Daueralarm, gefangen im „Kampf-oder-Flucht“-Modus. Genau hier können Dankbarkeit und Wertschätzung zu einem Deiner wirksamsten Werkzeuge werden, um diesen Kreislauf gezielt zu durchbrechen.

Wenn Du Stress empfindest, übernimmt Dein limbisches System die Kontrolle. Als emotionales Zentrum Deines Gehirns schüttet es Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus und macht Deinen Körper bereit für eine Bedrohung. Das Problem ist nur: Im modernen Alltag sind die „Bedrohungen“ selten Säbelzahntiger, sondern endlose To-do-Listen, volle E-Mail-Postfächer oder zwischenmenschliche Konflikte.
Die Neurobiologie der Dankbarkeit
Eine bewusste Dankbarkeitspraxis wirkt wie ein direkter Gegenspieler zu dieser Stressreaktion. In dem Moment, in dem Du Dich auf etwas Positives konzentrierst, für das Du dankbar bist, sendest Du ein klares Beruhigungssignal an Dein Gehirn.
Die Aktivität im präfrontalen Kortex, dem Bereich für rationales Denken und Emotionsregulation, nimmt zu. Gleichzeitig lässt die alarmierende Aktivität in der Amygdala, Deinem Angstzentrum, spürbar nach.
Dieser neurobiologische Shift ist der Schlüssel. Du steigst ganz bewusst aus dem reaktiven Autopiloten aus und wechselst in einen Zustand ruhiger Selbststeuerung.
Indem Du Dankbarkeit praktizierst, trainierst Du Dein Gehirn darauf, nicht mehr automatisch in den Alarmmodus zu schalten. Du baust eine neue, beruhigende neuronale Autobahn, die Du mit der Zeit immer schneller und leichter nutzen kannst.
Das ist keine esoterische Wunschvorstellung, sondern trainierbare Neuroplastizität. Du bringst Deinem Gehirn bei, Sicherheit und Positives wahrzunehmen, selbst wenn die äußeren Umstände herausfordernd bleiben. So gewinnst Du die Kontrolle über Deine emotionalen Reaktionen zurück.
Aus der Praxis: Grübelschleifen beenden
Ein Klient von mir, ein Projektmanager, steckte tief in Grübelschleifen fest. Nach jedem Arbeitstag ging er im Kopf immer wieder die gleichen Probleme durch – was seinen Schlaf massiv störte. Er konnte einfach nicht abschalten. Seine Stressreaktion war chronisch aktiviert.
Wir haben eine einfache, aber kraftvolle Übung etabliert: Jeden Abend vor dem Schlafengehen sollte er drei spezifische Dinge notieren, die an diesem Tag gut gelaufen sind. Egal, wie klein.
Der erste Schritt: Er begann, den Fokus bewusst vom Problem wegzulenken. Anstatt über das verpasste Meeting zu grübeln, erinnerte er sich an das konstruktive Gespräch mit einer Kollegin.
Der zweite Schritt: Er sollte den positiven Moment emotional richtig nachfühlen. Die Dankbarkeit für die Unterstützung der Kollegin aktivierte sein Belohnungssystem und drosselte die Stresshormonproduktion.
Das Ergebnis: Innerhalb weniger Wochen berichtete er, dass die Grübelschleifen deutlich nachgelassen hatten. Er konnte abends besser abschalten und fand endlich wieder erholsamen Schlaf.
Diese kleine Übung hat seinen Stresskreislauf unterbrochen, weil sie die neurochemische Balance in seinem Gehirn ganz konkret verändert hat.
Wenn auch Du merkst, dass Du in solchen Stressmustern gefangen bist und Dir der Ausstieg allein schwerfällt, kann ein gezieltes Coaching den entscheidenden Unterschied machen. Oft liegen die Wurzeln für chronischen Stress tiefer. In einem unverbindlichen Erstgespräch können wir gemeinsam herausfinden, wie Du nicht nur Symptome linderst, sondern die emotionalen Ursachen nachhaltig bearbeitest und so zu echter innerer Ruhe findest.
Wenn Wissen allein nicht weiterhilft: So kann Coaching bei der Umsetzung helfen
Du hast jetzt eine ganze Reihe an Impulsen und Übungen an die Hand bekommen, um mehr Dankbarkeit und Wertschätzung in Dein Leben zu bringen. Und trotzdem kennen wir das doch alle: Der feste Vorsatz, endlich das Dankbarkeitstagebuch zu führen oder im Team mehr Anerkennung zu zeigen, hält oft nur ein paar Tage. Dann sind die alten Muster wieder da.
Das hat nichts mit mangelnder Willensstärke zu tun. Meistens sind es tief verankerte, oft unbewusste Stressmuster oder alte emotionale Verletzungen, die uns ausbremsen. Wenn unser Nervensystem ständig auf „Gefahr“ gepolt ist, fällt es dem Gehirn schlichtweg schwer, sich auf das Positive zu konzentrieren und neue Haltungen wirklich zu verankern.
Wenn unbewusste Muster die Veränderung blockieren
Vielleicht kennst Du dieses Gefühl: Du willst dankbar sein, aber innerlich spürst Du eine Blockade, einen Widerstand oder vielleicht sogar einen Anflug von Zynismus. Das ist ein ziemlich klares Signal dafür, dass da tieferliegende emotionale Themen mitmischen. Solche Muster zeigen sich auf ganz unterschiedliche Weise:
Der innere Kritiker: Diese laute Stimme im Kopf, die ständig einflüstert, dass nichts gut genug ist und es immer noch etwas zu bemängeln gibt.
Alte Verletzungen: Unverarbeitete Enttäuschungen oder Kränkungen aus der Vergangenheit machen es schwer, sich für positive Gefühle wie Dankbarkeit überhaupt zu öffnen.
Chronischer Stress: Ein dauerhaft überlastetes Nervensystem, das primär nach potenziellen Bedrohungen scannt und kaum Kapazitäten für positive Wahrnehmung freihat.
Diese Blockaden wirken wie eine unsichtbare Handbremse. Du gibst mit den Übungen Gas, aber irgendetwas in Dir tritt unbewusst voll auf die Bremse. Das Ergebnis ist meist Frustration und das zermürbende Gefühl, auf der Stelle zu treten.
Der entscheidende Unterschied eines Emotionscoachings
Genau an diesem Punkt setzt ein gezieltes Emotionscoaching an. Statt nur an der Oberfläche an Verhaltensweisen zu schrauben, gehen wir gemeinsam an die emotionale Wurzel des Problems. Es geht nicht darum, Dir noch mehr Wissen zu vermitteln, sondern darum, die inneren Hindernisse aufzulösen, die Dir bei der Umsetzung im Weg stehen.
Im 1:1-Coaching schaffen wir einen sicheren Raum, um genau diese tieferliegenden Muster zu erkennen und zu bearbeiten. Wir schauen uns an, welche unbewussten Überzeugungen oder alten emotionalen Reaktionen Dich davon abhalten, Dankbarkeit und Wertschätzung wirklich zu fühlen und zu leben.
Ein Coaching hilft Dir, den emotionalen Ballast abzuwerfen, der Dich daran hindert, neue, stärkende Haltungen wie Dankbarkeit dauerhaft in Dein Leben zu integrieren. Es geht um eine echte, tiefgreifende Veränderung von innen heraus.
Wenn Du spürst, dass Du diesen Weg nicht alleine gehen möchtest und bereit bist, die wahren Ursachen Deiner Blockaden anzugehen, dann ist ein unverbindliches Erstgespräch der nächste logische Schritt. In unserem Beitrag darüber, was in einem emotionsfokussierten Coaching passiert, erfährst Du mehr über den konkreten Ablauf. Lass uns gemeinsam Dein volles Potenzial für mehr Klarheit, innere Ruhe und authentische Präsenz entfalten.
Häufige Fragen zu Dankbarkeit und Wertschätzung
Zum Schluss möchte ich noch auf ein paar Fragen eingehen, die mir in meiner Arbeit immer wieder begegnen. Hier gibt es kurze, knackige Antworten, die Dir helfen, die typischen Hürden im Alltag zu meistern und Dankbarkeit und Wertschätzung noch tiefer zu verankern.
Was ist der Unterschied zwischen Dankbarkeit und Wertschätzung?
Die beiden Begriffe werden oft in einen Topf geworfen, aber es gibt einen feinen, wichtigen Unterschied in der Ausrichtung.
Dankbarkeit ist meist eine Reaktion. Sie entsteht, wenn Du etwas Gutes empfängst – Hilfe, ein nettes Wort, eine positive Erfahrung. Sie blickt zurück auf etwas, das Dir widerfahren ist, und ist oft mit Freude oder Erleichterung verbunden.
Wertschätzung dagegen ist eine proaktive Haltung. Sie erkennt den inneren Wert von jemandem oder etwas an, ganz unabhängig von Deinem eigenen Nutzen. Du kannst zum Beispiel die ruhige, konzentrierte Arbeitsweise eines Kollegen wertschätzen, auch wenn Du davon gerade nicht direkt profitierst. Wertschätzung ist eine bewusste Entscheidung, das Gute aktiv zu sehen und anzusprechen. Genau das macht sie zu einem extrem kraftvollen Werkzeug, gerade in der Führung.
Ich bin gestresst und finde nichts, wofür ich dankbar sein könnte – was tun?
Das kenne ich gut, und dieses Gefühl ist absolut normal. Im Stress-Modus ist Dein Gehirn auf Überleben programmiert: Es scannt die Umgebung nach Gefahren und Problemen. Das Positive wird dabei einfach ausgeblendet – ein alter Schutzmechanismus.
Der Trick ist, bewusst gegenzusteuern, aber ohne Druck und Zwang. Fang winzig klein an.
Such nicht nach den großen, weltbewegenden Dingen. Richte Deine Aufmerksamkeit auf das, was Deine Sinne gerade wahrnehmen: die Wärme der Kaffeetasse in Deinen Händen, das Dach über dem Kopf, das saubere Wasser, das aus dem Hahn kommt, oder der Stuhl, der Dich gerade trägt. Indem Du Deinen Fokus auf diese fundamentalen Kleinigkeiten lenkst, fängst Du an, Dein Gehirn sanft aus seinem Tunnelblick zu locken.
Ein Emotionscoaching kann Dir gezielt dabei helfen, die tieferliegenden emotionalen Blockaden aufzulösen, die Deine Wahrnehmung für das Positive trüben und den Stresskreislauf aufrechterhalten.
Wie zeige ich Wertschätzung im Team, ohne dass es aufgesetzt wirkt?
Authentizität ist hier alles. Ein pauschales „Gut gemacht!“ verpufft oder wirkt im schlimmsten Fall sogar ironisch. Echte Wertschätzung, die ankommt, ist immer spezifisch und konkret.
Sei spezifisch: Statt eines allgemeinen Lobs sag lieber: „Mir ist aufgefallen, wie Du gestern die komplexen Daten in der Präsentation so klar auf den Punkt gebracht hast. Das hat dem ganzen Team geholfen, die Zusammenhänge sofort zu verstehen.“
Beziehe Dich auf Verhalten und Wirkung: Benenne, was die Person getan hat und welchen positiven Effekt das hatte.
Erkenne die Anstrengung an: Würdige nicht nur das glänzende Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin – die Mühe, die investiert wurde.
Fördere außerdem eine Kultur, in der sich auch die Teammitglieder untereinander Feedback und Anerkennung geben. Das entlastet Dich als Führungskraft und stärkt den Zusammenhalt und die psychologische Sicherheit im Team nachhaltig.
Bist Du bereit, nicht nur über Dankbarkeit zu lesen, sondern die emotionalen Blockaden aufzulösen, die Dich von wahrer innerer Ruhe und Souveränität abhalten? Bei Salmi Coaching arbeiten wir gezielt an der Wurzel Deiner Stressmuster. Vereinbare jetzt Dein unverbindliches Erstgespräch und entfalte Dein volles Potenzial. Erfahre hier mehr und nimm Kontakt auf.





